Kloster vom guten Hirten

Gesprächskreis Kultur
Das ehemalige Kloster vom Guten Hirten – Aachener Straße

Videokonferenz vom Di 18. Febr 2021

Als 1975 Lövenich nach Köln eingemeindet wurde, hatten die Kölner Stadtväter ein kleines Problem, denn danach gab es in Köln zwei ‚Klosterstraßen‘; eine davon in Junkersdorf. Sie verband die Straße ‚Am Weidenpesch‘ mit dem Heckenrosenpfad und wurde kurzerhand in ‚Alte Klosterstraße‘ umbenannt. So heißt sie auch heute noch.

Der Straßenname erinnert an das alte Kloster ‚Vom Guten Hirten‘ an der Aachener Straße, das in früheren Zeiten von hier aus gut zu sehen war. An der Stelle, wo einst dieses Kloster stand, befindet sich heute das neues Wohnviertel ‚Pandion‘ (Aachener Straße 1040), das unter anderem mit dem Namenszusatz ‚Klostergarten‘ wirbt.

Das Kloster wurde 1896 errichtet und bis 1976, als es abgerissen wurde, zu einem großen Gebäudekomplex mit Häusern aus Ziegelstein erweitert. Auf alten Ansichtskarten von Junkersdorf aus den Jahren vor dem 1. Weltkrieg wurde es noch mit einem gewissen Stolz abgebildet. Als es  aber 1976 abgerissen wurde, war der Widerstand gering, denn inzwischen war in das Gebäude ein Heim für schwer erziehbare Kindern eingezogen, und die Einrichtung unternahm wenig gegen seinen schlechten Ruf.

Die Aufseherinnen gingen nicht gerade zimperlich mit den Kindern um. In Facebook gibt es sogar  heute noch eine Gruppe, die sich als Opfer der damaligen Erziehungsmaßnahmen des Klosters versteht und ihre schlechten Erfahrungen austauscht.

Auch an der Mauer eines Privathauses an der Straßenecke Ginsterweg/Blumenallee in K-Junkersdorf erinnert eine Gedenktafel an dieses Kloster mit den Zeitangaben, wann es errichtet und wann es abgerissen wurde.

 

 

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