Von Rodenkirchen rechtsrheinisch durch die Rheinauen

Von der Rodenkirchener Brücke durch die Rheinauen

Wanderung mit Gunnar Sa 10. Dez 2016

Kalt war es an diesem Sonntag. Der Winter schien schon vorzufühlen, ob er kommen durfte. Wer konnte, trug Handschuhe und eine Mütze, auch wenn die Sonne schien. Mit dem Bus 143 ging es vom Wiener Weg zunächst zur Linie 1 und vom Neumarkt mit der Linie 16 zum Heinrich-Lübke-Ufer, direkt an der Rodenkirchener Autobahn-Brücke. Hier warteten schon zwei weitere Mitwanderer auf uns.

Zusammen stiegen wir die vielen Stufen zur Fahrbahn der Autobahn-Brücke hoch.  Bei einer kurzen Verschnaufpause sammelten wir uns hier oben für den langen Fußmarsch über die Brücke auf die andere Rheinseite. Immer wieder blieben wir stehe, um den herrlichen Blick auf die Kölner Innenstadt  mit den Kranenhäusern und  dem Kölner Dom dahinter zu genießen.

Der ‘Abstieg’ über die Treppen zu den Rheinauen auf der rechten Rheinseite fiel uns leicht. Nur wenig entfernt   vom Ufer führte hier unser Weg durch die weiten Auen der Rheinwiesen. Zwei große Bäume waren so kurz gestutzt, dass man Sorge hatte, sie würden nie wieder ausschlagen. Ein Fischreiher flog erst davon, als ihm jemand mit der Kamera zu nahe kam.

An der Kilometer-Marke 685 verweilten wir einen Augenblick, sammelten uns, um die auseinandergezogene Wandergruppe wieder zu vereinen. Nur noch wenige Schritte weiter und wir standen am Fuß der Kölner Südbrücke, die den Frachtverkehr der Eisenbahn von der einen Rheinseite zur anderen bewältigt. Die Wände der Brücke waren  übersät mit unleserlichen Graffiti, unseren Aufstieg zu den Gleisanlagen begleitete ein unangenehmer Geruch.

Reger Verkehr herrschte hier oben auf dem Fußweg, Radfahrer und Fußgänger mussten sich den Weg teilen. Donnernd brausten immer wieder lange Güterzüge auf den Gleisen direkt neben uns vorbei. An eine Unterhaltung war dabei so gut wie nicht zu denken.

Der Abstieg auf der Westseite der Brücke führte auf das Ollenhauer-Ufer. Wir blieben jedoch direkt am Rhein und wanderten auf die Kranenhäuser zu, vorbei an historischen Krananlagen, die einst hier hier Schiffe be- und entluden.

Die Einkehr im Schatten der Kranenhäuser gestaltete sich schwierig, denn unsere Gruppe war zu groß, um  in einem Restaurant gemeinsam  Platz zu finden. So mussten wir uns teilen. Aber den Weg zurück zum Wiener Weg traten wir wieder gemeinsam an.

 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.