Wandern 21. Jan. 2024

Von Rodenkirchen nach Porz

(Schnee-)Wanderung mit Gunnar, So 21. Jan. 2024

Festes Schuhwerk war erforderlich auf unserer 8,7 km langen Wanderung  am So 21. Jan. 2024 von der Rodenkirchener Brücke am rechten Rheinufer entlang nach Porz. Der Wanderweg forderte immer wieder unsere Standfestigkeit heraus. Ungewohnt viel Schnee knirschte unter unseren Wanderschuhen, und vereiste Stellen zwangen uns immer wieder auszuweichen.

Die Sorge, die Rodenkirchener Brücke könnte wegen des Wintereinbruchs und der Bauarbeiten gesperrt sein, erwies sich als unbegründet. Schnell ließen wir den unbehaglichen Weg über die Brücke hinter uns und begannen auf der rechten Rheinseite unsere Wanderung auf  Eis und Schnee und folgten der ausgewiesenen Beschilderung des Kölnpfades G1 – immer den Rhein zur rechten Seite – vorbei am Campingplatz in Westhoven.

Welche Spuren das Tief Zoltan kurz vor Weihnachten 2023 hier – in Höhe von Köln-Poll –  hinterlassen hat, konnten wir trotz des Schnees noch gut erkennen:   Entwurzelte  und umgeknickte Bäumen waren immer wieder zu sehen.  Schneemänner waren ein gern gesehenes Fotomotiv für die Kameras. Schwäne und Gänse vertrieben sich die Zeit in Ufernähe. Eine Wasserratte konnte nicht schnell genug unseren Blicken entkommen. Herbert konnte sogar noch ein Foto von ihr machen.

Vorbei am Krankenhaus der Alexianer in Köln-Ensen führte unser Rhein-Uferweg, und mit einer gewissen Erleichterung setzten wir wenig später unsere Wanderung auf einem asphaltierten Wegstück am Rheinufer fort.

Doch auch hier mussten wir – Eis und Schnee im Blick – einen sicheren Weg suchen.  Bei Rhein-Kilometer 681 und 680 wies ein Schild die Surfer an, nur auf der rechten Rheinseite ihrem Hobby nachzugehen. Schon von weitem sahen wir das Hochhaus in Porz, dort, wo der Rhein in einem weiten Bogen von Wesseling auf Köln zufließt. Die Rheinfähre Weiß-Zündorf, die hier anlegt, war noch nicht in Betrieb.

Auf der verschneiten Rheinpromenade mit dem Schiffsanleger der Köln-Düsseldorfer erreichten wir den Porzer Pavillon mit seiner Treppe hinauf zum Wirtshaus Knott, wo unser Wanderführer Gunnar einen Tisch für unsere große Wandergruppe reserviert hatte. Vereint mit der Wandergruppe 3 kehrten wir hier ein und waren uns unsicher, ob wir trotz der frostigen Temperaturen draußen ein kühles Kölsch oder einen heißen Glühwein bestellen sollten. Das Studium der Speisekarte dauerte lange. Aber das Essen mundete jedem von uns.

Wie üblich dauerte die gesellige Tischrunde genauso lang wie die Wanderung. Es war die erste im neuen Jahr, und so gab es viel zu erzählen über die Geschehnisse am Wiener Weg und Stüttgerhofweg. In Gedanken waren wir aber auch bei  70.000 in der Kölner Innenstadt, die  gegen die Nazis demonstrierten. Erst nach Beendigung der Kundgebung fuhr auch die Linie 7 von Porz wieder Richtung Köln. Die erste Bahn brachte uns vom Porzer Markt zum Rudolfplatz,  von wo wir mit der Buslinie 136 (es kam tatsächlich ein Bus!) zurück zum Wiener Weg kehrten.

 

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