Gläserner Globus
Exkursion Dienstag 17. März 2026
Gläserner GlobusBesuch der Metzgerei in der Markthalle in Köln-Marsdorf
Ausgerechnet am Tag unserer Führung durch den Metzgerei-Betrieb der Globus-Markthalle in Köln-Marsdorf am Dienstag, 17. März 2026, wurde die KVB bestreikt. Kein Problem für unseren Verein: Die Organisation von Mitfahrgelegenheiten gehört zur Alltagsroutine unserer Nachbarschaftshilfe. So machten sich die Teilnehmer mit dem Pkw, aber auch zu Fuß, vom Wiener Weg auf zur Globus-Markthalle, Max-Planck-Straße 9 in Köln-Marsdorf. Punkt 10 Uhr wurden wir an der Fleischtheke empfangen und erst einmal hygienisch neu eingekleidet: Plastik-Umhang, Kopfbedeckung und blauer Schuhschutz. Damit nicht genug der Hygiene: Bevor wir die Räume betreten durften, mussten wir erst eine Desinfektion-Schleuse passieren. Hände wurden desinfiziert, der Schuhüberzug ebenso und zum Schluss noch einmal die seitliche Schuhverkleidung. Erst jetzt durften wir den ersten Raum betreten und waren umgeben von Schweinehälften und Rindervierteln. Beeindruckend groß erschienen uns die Teile und wir fragten uns, wie kräftig die Männer sein mussten, die so etwas mit Händen hierher schleppten. Die Schweine, so erfuhren wir, werden überwiegend aus Belgien angeliefert, die Viertel der Charolais-Rinder aus Frankreich. Sie werden hier nicht nur für die örtliche Markthalle in Köln-Marsdorf verarbeitet sondern auch für mehrere umliegende Globus-Filialen. Schon morgens um 5 Uhr nimmt die Metzgerei ihren Betrieb auf, damit die ersten Kunden die Waren frisch kaufen können. In den Regalen der nächste Kammer standen Behälter vollbepackt mit den verschiedenen Gewürzen, die im Raum daneben in die Teigmischungen eingearbeitet werden. Frikadellen wurden hier gerade zubereitet und Fleischpasteten in Wurstpellen abgefüllt. Erstaunlich viel Handarbeit wird hier noch verrichtet. Gerade vor unseren Augen wurde eine Leberwurstpastete in eine goldfarbene Hülle abgefüllt. Noch einmal zurück in den Raum davor. Gerade war eine LKW-Ladung Rinderviertel eingetroffen. Noch am Haken hängend wurden die Rinderteile halbiert und auf einem großen Tisch weiter zerlegt. Fettanteil und Fleisch wurden säuberlich getrennt. Die letzten Räume bei unserer Führung lagen nur unweit hinter der Verkaufstheke. Was hier gelagert wird, kann auch gleich den Kunden angeboten werden: Fleischwurst, Leberwurst, frische Bratwurst und vieles mehr. Auch der Leberkäse, der in einem Verkaufsstand am Durchgang der Markthalle für 1 Euro angeboten wird, stammt aus dieser Metzgerei. 3.000 Stück am Tag, manchmal sogar 6.000 Stück werden hier verkauft. Zum Schluss unserer Führung fanden wir uns hinter der Fleischtheke wieder. Zum Nachbarschaftsessen am gleichen Tag abends gab es Bratwurst mit Kartoffelpüree und Möhren. Wir konnten dabei sein, als die Bratwurst eigens für uns abgepackt wurde. Als Dankeschön für unsere Aufmerksamkeit erhielt jeder Teilnehmer ein großes Paket mit Fleischwurst und Brötchen. – Alles gratis!
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