Von Vingst nach Rodenkirchen Juli 2026
Wanderung mit Gunnar, So 6. Juli 2026
Von Köln-Vingst nach K-Rodenkirchen
Die Anfahrt zu und die Rückfahrt von unserer Wanderung von K-Vingst nach K-Rodenkirchen erforderten diesmal das ganze Improvisationstalent unsere Wanderführers heraus: In der Kölner Innenstadt war an diesem Tag im Rahmen des CSD-Tages ein Umzug mit mehr als 1 Million Besucher geplant und die Deutzer Brücke wegen Bauarbeiten gesperrt. Doch Gunnar wusste Rat: Wir fuhren mit dem Bus 136 um 10:11 Uhr ab Wiener Weg zum Neumarkt und stiegen dort um in die Straßenbahn über die Severinsbrücke zur Haltestelle Deutz, wo wir mit der Linie 9 – wie geplant – weiter zum Startpunkt unserer Wanderung an der U-Bahnhaltestelle Vingst fuhren. Das erste Teilstück führte uns über die Kuthstraße vorbei an dem Lehnhof Vingst aus dem 18. Jahrhundert Richtung Autobahn-Kreuz Gremberg der A559. Es erforderte schon eine gewisse Konzentration um über und unter den Unterführungen der Fußwege ins Gremberger Wäldchen zu gelangen. Unsere Wanderung wäre beinahe an einer Baustelle mitten auf unserem Wanderweg gescheitert, wenn unser Wanderführer uns nicht auf verschlungenen Umwegen auf die andere Seite der A559 gelotst hätte. Den Abstecher zu einer NS-Gedenkstätte hier mitten im Gremberger Wald hatten wir schon bei unserer Wanderung im Jahr 2020 fest eingeplant. Etwas abseits des Weges wird hier immer noch der 74 sowjetischen Zwangsarbeiter gedacht, die nach ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten hier ihre letzte Ruhestätte fanden. Auf dem Poller Holzweg ging es weiter nach Köln-Poll, wo wir auf der Siegburger Straße die A4 unterquerten und auf der anderen Straßenseite am Cologne Sportpark unsere Wanderung fortsetzten. Wie nah wir hier dem Flughafen KölnBonn waren, konnte wir an den tieffliegenden Flugzeugen am Himmel erkennen. Gleich dahinter bog unser Weg ein auf einen gepflasterten Spazierweg am Rand der Westhovener Aue, die wir durchquerten, bis wir den Rhein erreichten. Ein kurzer Abstieg unseres Weges zum Rheinufer und wir wanderten gleich neben dem Strom weiter Richtung Rodenkirchener Brücke, deren mächtige Pfeiler wir schon von hier erblickten. Nur auf der Brückennordseite kann man den Rhein überqueren. Auf dem engen Fußweg mussten wir ständig Radfahrern und Joggern ausweichen, bis wir linksrheinisch zum das Heinrich-Lübke-Ufer absteigen konnten. Nur noch wenige Schritte unter der Brücke hindurch und wir erreichten den Steg, der uns zur Einkehr in das Restaurant ‚Alte Liebe‘ führte. Das Kölsch mundete uns nach einer 10 km langen schwierigen Wanderung besonders und die Küche des Restaurants stärkte uns für die Heimfahrt zurück zum Wiener Weg. |

